Ende 1999 haben wir uns im ehemaligen Regiochat kennen gelernt. Ralf stammt aus Münster und ich aus Sachsen. Beide haben wir aus einer gescheiterten Beziehung heraus unseren Heimatort verlassen und zu Beginn 2000 in Laer ein neues zu Hause gefunden. Ich hatte gleich wieder einen Job gefunden beim  Coppenrath Verlag in Horstmar, in dem ich immer noch arbeite. Nach anfänglicher Selbstständigkeit als Maler arbeitet er inzwischen auch in dieser Firma. Das Haus in Laer, welches wir damals gemietet hatten, war sehr schön und hatte einen sehr großen Garten. Trotzdem haben wir uns entschieden, unser Geld lieber für Eigentum als für Miete auszugeben. Somit haben wir uns auf Haussuche gemacht und ein schönes Häuschen im Stadtkern von Horstmar gefunden. Es hat zwar einen Minigarten, dafür ist der Weg zur Arbeit nur noch minimal.  Es ist sehr angenehm ruhig hier zu wohnen und die Nachbarn sind auch voll nett.


Unsere Tierliebe war aber seit Beginn da. So war als erstes unser Labrador da, dem folgten nach und nach immer mehr Wuschels. Hier in unserem Haus ist reichlich Platz für die Gehege, so haben wir einen extra Raum für sie.

Aber nicht nur unsere Tiere sind unser Hobby. Beide sind wir in der Schießgruppe St. Katharina Horstmar und trainieren. Die Truppe ist auch echt super drauf und sehr nett.

Wenn dann mal schönes Wetter ist, machen wir am Wochenende auch sehr gern Rollerausflüge.

Am 07.07.07 haben wir uns dann entschlossen, den Bund der Ehe einzugehen. Lange genug konnten wir ja unsere Verträglichkeit testen.



Am 12.02.2008 wurde durch einen schlimmen Unfall unser ganzes Leben umgekehrt. An diesem Tag war Ralf zum Messeabbau nach Nürnberg unterwegs. Sie sind schon ganz früh morgens losgefahren. Gegen 11 Uhr bekamen wir dann in unserer Firma einen Anruf, daß ein schlimmer Unfall passiert ist. Der LKW, in dem Ralf saß, stand an einem Stauende. Und genau auf dieses Stauende ist ein 40tonner Sattelzug aufgefahren und auf zwei weitere LKW´s aufgeschoben. So sah der LKW nach dem Aufprall aus, in dem Ralf und sein Arbeitskollege saßen.



Quelle des Foto: THW Dillenburg


Es ist schwer sich vorzustellen, daß da jemand lebend raus gekommen ist. Auch der Chefchirurg der Unfallschirurgie meinte, beide haben alle Schutzengel verbraucht, die sie hatten.

Ralf war sehr schwer verletzt, er hatte fast alle Rippen gebrochen, Leberquetschung, die Rückenwirbel mußten verschraubt werden, die Hüfte war rausgebrochen, der rechte kleine Finger war gebrochen (was erst nach dem verheilen festgestellt wurde) und das schlimmste war die Lungenquetschung. Über eine Woche lag er in künstlicher Narkose unter Vollbeatmung. Nach fast 2 Wochen konnte die Beatmung durch den Schlauch (Luftröhrenschnitt) allmählich abgesetzt werden. Er muuße das selbstständige atmen erst wieder neu lernen.

Ich bin sehr glücklich, daß er sich so schnell wieder erholt hat. Mit viel Rehasport, Rehaklinik und der intensiven Arbeit der Psychotherapeuthin Frau Ickerot aus Horstmar geht es ihn seinen Verletzungen entsprechend gut.